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S8 im Nirwana!

Prag sehen und skaten auf der legendären Letná-Ebene

„Weg da!“ Die Warnung kommt keine Sekunde zu früh. Ich mache gerade noch einen Schritt zur Seite, da rauscht der Junge mit dem weißen Cap auch schon an mir vorbei. „Aus dem Weg!“ Von der anderen Seite setzt der nächste „Rider“ mit ausladenden Gesten und flatterndem Hemd zu einem Tailslip an. Intuitiv reiße ich die Kamera hoch und halte den Moment fest. „Lassen sie mich durch!“ So ein Mist, denke ich, den Kameramann auf dem dritten Board hatte ich gar nicht mehr auf der Rechnung. Ich schwanke nach hinten und lande unfreiwillig auf einer Parkbank neben einem vielleicht 18-Jährigen, der mir grinsend eine Zigarette anbietet: „Du bist nicht von hier, oder?“ Nee, ich bin nicht aus Prag, und auf der Letná-Ebene bin ich zum ersten Mal. Eigentlich wollte ich eine knallharte Reportage über den 15. Mystic Skate Park Cup schreiben. Aber das ist eine lange Geschichte.

Ankunft in Prag. Das Postkartenmotiv mit Burg und Karlsbrücke zieht
jedes Jahr aufs Neue Gäste aus aller Welt in ihren Bann.


Manchmal sind Klischees etwas Wunderbares, weil sie nicht nur die Landschaft unserer Psyche, sondern auch unsere gewohnte Umgebung in ganz speziellen Farben zu malen vermögen. Eines davon könnte ungefähr so klingen: Wer vom Central Park in New York träumt, hat entweder eine morgendliche Joggingrunde, ein Date oder möglicherweise einen fetten Boardslide im Visier. An solchen Plätzen wird das Klischee zum Markenzeichen einer Gruppe. Nach einiger Zeit entsteht so aus Sprache, gemeinsamen Handlungen und anderen sich wiederholenden Ritualen der Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls, ein urbaner „Kraftort“. So auch das „Skateboard Nirwana“ auf der Letná-Ebene in Prag. Vielleicht nicht mehr lange.


Content vorerst nur als Teaser abrufbar. Über Post freut sich der Reporter.

 

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