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Die jüngste Reinkarnation des Punk

Shou Wang von „Carsick Cars“ über Underground made in Beijing

Viel ist im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse über das diesjährige Gastland gesprochen worden. An China scheiden sich die Geister. Das Reich der Mitte steht in diesen Tagen für wirtschaftlichen Erfolg, vielversprechende Literatur und liefert dazu noch jede Menge an brisanten Themen ... Die Beziehung zwischen Kunst und Politik ist so ein Fall. In einem Land, dessen Jahrtausende alte Kultur von auswärtigen Beobachtern gerne mit dem Streben nach Harmonie gleichgesetzt wird, tut sich einiges. Ein erstaunlicher Prozess spielt sich beispielsweise in der hierzulande noch weitgehend unbekannten Musikszene Pekings sowie in anderen Metropolen Chinas ab. Gedankenspiele über Punk und Tao.


Lautes aus Fernost. Im Rahmen der Buchmesse kamen nicht nur Bücher, sondern auch ungewöhnliche Töne aus China.


China und Punk. Bands, die mit wütenden Riffs und rebellischen Texten an tradierten Werten sägen und ein unkonformistisches Leben führen, indem sie sich vom Mainstream abkapseln? Konfuzius Erben entdecken die E-Gitarre und befreien sich von der aufoktroyierten Leitkultur der älteren Generation ... Klingt irgendwie spannend. Bis vor wenigen Wochen, ich hatte gerade mit meinen Recherchen im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse begonnen, hatte ich keine Ahnung, dass eine solche Subkultur im Reich der Mitte überhaupt existiert. Ja, bis ich über Bücher wie Matthew Niederhausers „Sound Kapital: Beijing’s Music Underground“ und den Dokumentarfilm „Beijing Bubbles“ von Susanne Messmer und George Lindt gestoßen bin.


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