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Mit Kinderliedern auf die Zwölf

„Horse the Band“: Nachtgedanken an der Theke mit Bassist Brian Grover

„Horse the Band“. Der Name klingt auf den ersten Blick genauso kryptisch wie der Anspruch, seinen eigenen Sound auf der Basis von Nintendo Tunes in die Welt zu ballern. Tatsächlich hat die Band aus dem schönen Lake Forest im Sonnenstaat Kalifornien niemals behauptet, dass sich hinter der Pferdenummer auch nur annähernd ein Sinn verbirgt. Hingegen erscheint der demonstrative Abschied der NC (= Nintendo Core) Heroen von den Futtertrögen der Musikindustrie nur logisch und konsequent. Ganz so schlecht scheinen sie damit auch nicht gefahren zu sein, wenn man bedenkt, dass es ihre experimentelle Fusion aus Hard- und Metalcore nun schon seit zehn Jahren weltweit in die Verkaufsregale schafft.

„Horse the Band“ oder die Kunst auf Tour zu überleben.


Spätestens seit ihrer vielbeachteten „Earth Tour“ 2008, bei der die Band in nur drei Monaten 45 Länder beglückt hat, werden die renitenten US Boys von ihren Fans als Legenden gefeiert. Vielleicht aber auch deshalb, weil sie das chaotische Roadmovie überlebt haben. Dass der Trip auch noch komplett aus der eigenen Tasche finanziert war, trug natürlich zum Mythos rund um die Kommune HTB bei. Die Firma trägt sich selbst. Management? F...ck it! In einem Akt der Selbstverwirklichung erklärte sich der protoanarchistische Fünfer inzwischen zu einem Projekt in Eigenregie und feuerte das „unfähige Gesindel“. Seitdem schreitet man unbeirrt auf dem Weg des größtmöglichen Widerstands in Richtung Zukunft. Gute Reviews zum aktuellen Album „Desperate Living“ bestätigen die Band. Wir trafen einen blendend aufgelegten Brian Grover zum Gedankenaustausch an der Bar.


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